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Parkdesign

MIND THE GAP

Eine Beleuch­tung des Gen­der Data Gaps

 

Über Jahr­hun­derte hin­weg wur­den Daten in so gut wie allen Gebie­ten – sei es in der Gesell­schaft, Medi­zin, Wirt­schaft, Kul­tur oder Sicher­heit – haupt­säch­lich von Män­nern über Män­ner erho­ben. Die Folge: eine Lücke in unse­ren Daten, der soge­nannte „Gen­der Data Gap“ oder zu Deutsch die „Geschlech­ter-Daten­lü­cke“.

Da wir in einer Welt leben, deren Gestal­tung größ­ten­teils auf Daten basiert, zieht das Feh­len der weib­li­chen Per­spek­tive in nahezu allen Lebens­be­rei­chen reale Kon­se­quen­zen nach sich. Auch wenn diese Lücke meist nicht mit böser Absicht, son­dern durch eine Art des Nicht-Den­kens erzeugt wurde, kann sie im schlimms­ten Fall töd­li­che Fol­gen haben. Pro­gno­sen schät­zen, dass es noch 285 Jahre dau­ern wird, bis die Gleich­stel­lung zwi­schen den Geschlech­tern erreicht ist. Doch gemein­sam kön­nen wir dazu bei­tra­gen, diese Zeit­spanne zu ver­kür­zen und eine gerech­tere Welt für alle Bewohner*innen zu schaf­fen.

MIND THE GAP ist das Bache­lor­pro­jekt von Nicole Wilke, ehe­ma­lige Foto­gra­fie- und Film­stu­den­tin an der Fach­hoch­schule Dort­mund. In ihrer Arbeit beleuch­tet sie auf eine ein­zig­ar­tige Weise das so oft unsicht­bar erschei­nende Thema: “Gen­der Data Gap” – und das im wahrs­ten Sinne des Wor­tes, indem sie die Kunst des Licht­zeich­nens ein­setzt. Licht­zeich­nun­gen sind mit Licht in die Luft gemalte Bil­der, die mit­hilfe von Lang­zeit­be­lich­tung foto­gra­fisch fest­ge­hal­ten wer­den. Für das Pro­jekt nutzte Nicole Wilke den „Lunic Pixel Pain­ter“, ein Licht­zeich­nen-Tool, das sie in Zusam­men­ar­beit mit dem Soft­ware­ent­wick­ler Lukas Schier­meis­ter selbst ent­wi­ckelt hat, mit dem Fotos, Gra­fi­ken, Mus­ter und Texte pro­ji­ziert wer­den kön­nen.

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VERGANGENE AUSSTELLUNGEN:

A Synthetic Pandemic

 

Seit 2020 ist unser All­tag durch eine glo­bale Pan­de­mie und deren Aus­wir­kun­gen geprägt. Die Redu­zie­rung von Kon­tak­ten führte zu einem Mehr­be­darf an Digi­ta­li­sie­rung und der Stei­ge­rung des indi­vi­du­el­len Medi­en­kon­sums. Basie­rend auf unse­rem Surf­ver­hal­ten wird mehr denn je unser All­tag von Algo­rith­men beein­flusst, wel­che steu­ern, was wir im Inter­net sehen. Doch was pas­siert, wenn wir einen Algo­rith­mus bewusst mit bestimm­ten Inhal­ten füt­tern?

In der Arbeit „A Syn­the­tic Pan­de­mic“ hat Maxi­mi­lian Rie­mer, Design­stu­dent an der FH Dort­mund, ein Gene­ra­tive Adver­sa­rial Net­work (GAN) mit Bild­eindrü­cken aus der Pan­de­mie trai­niert. Ein GAN ist ein künst­li­ches Gehirn, wel­ches vor­ge­ge­bene Daten und wie­der­keh­rende Para­me­ter ana­ly­siert: z.B. For­mu­lie­run­gen und Wort­wahl in Tex­ten, Melo­dien und Takte aus Lie­dern oder auch Foto­gra­fien kön­nen hier die Grund­lage sein. Im Pan­de­mie­all­tag sind die Ein­drü­cke u.a. durch Mas­ken, Schutz­an­züge, Social Distancing, Ver­zweif­lung, Ein­sam­keit, die Zer­brech­lich­keit gesell­schaft­li­cher Struk­tu­ren und schluss­end­lich auch den Tod geprägt.

Wel­che Para­me­ter sich die künst­li­che Intel­li­genz sucht ist nicht fest­ge­legt und auch nicht steu­er­bar. So ist auf Basis der Corona-Pan­de­mie eine völ­lig neue, von einer künst­li­chen Intel­li­genz syn­the­ti­sierte Visua­li­tät ent­stan­den.

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Maximilian Riemer: "A Synthetic Pandemic"